Erste Hilfe

Posted on 25. November 2011

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Erste Hilfe?
…„Was mach ich denn jetzt?“…
Das Szenario:
Ich stehe vor einer leblosen Person …„was soll ich nun tun?“… weglaufen?
Ich komme als Erster an eine Unfallstelle!
Keine Ahnung… „was zu machen ist?“…
Ein Kollege hängt an einem Elektrokabel und bekommt Stromschläge…„und was jetzt?“…

Diese Situation stellt sich wahrscheinlich jeder mal vor und vielleicht haben einige so etwas in letzter Zeit sogar erlebt. In den letzten Gehirnwindungen findet man so etwas wie „Stablile Seitenlage“ und „Druckverband“. Aber das Gelernte liegt bei den Meisten schon viele Jahre zurück und so ist man unsicher und weiß nicht so recht. Man vergeudet wertvolle Zeit, die den Verunglückten oder Kranken das Leben kosten kann. Mann will helfen, aber kann nicht – ein Alptraum.

Diese Gedanken haben mich veranlasst, einen Erste-Hilfe-Kurs für die Beschäftigten der Firma Schmidt Kartonagen zu organisieren. Ich nahm Kontakt zur Lichtenberger DLRG auf. Deren Vorsitzender Alexander Brandt hat die Berechtigung diese Kurse zu geben. Es wurden zwei Samstage gesucht, an denen die Meisten Zeit hatten und so ging es am letzten Oktoberwochenende los. Wir, 14 Personen trafen uns im Gemeindehaus. Einige Teilnehmer hatten eher Vorbehalte und wußten nicht so recht. Diese wurden aber durch einen anschaulichen, lebendigen Vortrag von Alexander schnell zerstreut und schlugen bei allen in interessierte Freude, Spaß und sogar in Begeisterung um.

2/3 der Zeit wurde praktisch geübt. Zunächst das Einwickeln eines am Boden liegenden in Thermofolie oder die berühmte Seitenlage, die vor 20 Jahren auch noch anders ging. Gänzlich neu für mich war das Wiederbeleben mit Herzmassage und Beatmen. Das wurde von jedem so oft geübt, daß der Ablauf am Ende wie von alleine klappte. Dazu die Bedienung eines Defibrilators. Es wurde gelernt, einen Notruf  richtig abzusetzen, wie man spezielle Erkrankungen erkennen kann, daß körperliche und seelische Nähe positiv auf Verletzte wirkt, Verbände aller Art, das Absichern einer Unfallstelle und vieles mehr.

Zum Schluß hatten sich einige DLRG-Jugendlichen täuschend echt als Verunglückte zurecht gemacht und geschminkt. Die Kursteilnehmer wurden an eine realistisch gestellte Notsituation herangebracht  und mussten Teamweise eine Beurteilung, den Notruf und die Erste Hilfe durchführen. Das war sehr lebendig gestaltet, einfach toll!

Zusammenfassend kann man sagen, daß die insgesamt 16 Stunden allen Teilnehmern gut getan und gefallen haben. Unser Dank gilt der DLRG Lichtenberg, deren Jugendgruppe und besonders Alexander Brand. Am Ende gab es für jeden eine Urkunde. Ich denke, daß alle Beteiligten ab jetzt mit etwas weniger Angst an eine Notfallsituation herangehen werden.

– CK

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